Städtepartnerschaften: Korntal Münchingen

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Städtepartnerschaften

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Unsere Partnerstädte

Seit über 50 Jahren verbindet unsere Stadt Korntal-Münchingen eine Ringpartnerschaft mit den Städten Mirande in Frankreich und Tubize in Belgien. In allen drei Städten engagieren sich Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich für diese außergewöhnliche Städtepartnerschaft, planen Veranstaltungen, Austausche und Feiern mit den Partnerstädten und machen europäische Begegnung damit auf vielerlei Weise hautnah erlebbar. Auch Gäste aus unseren Partnerstädten werden sich am Jubiläumsprogramm zum 200-jährigen Bestehen des Stadtteils Korntal beteiligen.

Grußwort von Pierre Beaudran, Bürgermeister von Mirande

1964 wurde in Korntal-Münchingen der Vertrag unterzeichnet, der unsere beiden Gemeinden verbindet. So fand die Partnerschaft zwischen Mirande und Ihrer Stadt ihren Anfang. Ich war 18 Jahre alt, als ich meinen Vater, André Beaudran, und einige Mitglieder des Gemeinderats zum ersten Besuch einer Delegation aus Mirande nach Korntal begleitete. Ich kenne die große Geschichte unserer Städtepartnerschaft also von Anfang an, bin eng mit ihr verbunden und daher glücklich darüber, dass ich ihr Wachsen erleben darf, sehen darf, wie sich die freundschaftlichen Verbindungen zwischen unseren Völkern unerschütterlich entwickeln. Vor vier Jahren haben wir gemeinsam das 50-jährige Bestehen unserer Partnerschaft in Korntal-Münchingen gefeiert. 30 Bürgerinnen und Bürger aus Mirande nahmen daran teil. Die Feierlichkeiten waren bewegend, auch deshalb, weil neben dem Bürgermeister aus Korntal-Münchingen, Dr. Joachim Wolf, und seinem Amtskollegen aus Tubize in Belgien, Michel Januth, auch der Vizepräsident des Europäischen Parlaments anwesend war. Dieses Wochenende war geprägt von Geschichte und Erinnerungen, Reflexionen über Europa, seine Relevanz und seine Zukunft. Sicherlich wird sich Europa an die Veränderungen unserer heutigen Lebenswelt anpassen müssen, ohne dabei den unschätzbaren Reichtum zu vergessen, den nur ein 70 Jahre währender Frieden stiften konnte.

Lang lebe unsere Städtepartnerschaft!
Es lebe unsere Freundschaft! 

Mirande

Mirande liegt in der historischen Provinz Gascogne im Südwesten Frankreichs. Das Städtchen, das heute etwa 3.600 Einwohner zählt, wurde 1280 vom Grafen von Astarac gegründet und als "Bastide" errichtet: Um den zentralen Marktplatz Place d'Astarac herum verlaufen die Straßen schachbrettförmig und bilden so 49 regelmäßige Häuserblöcke (îlots). Die heutige Bausubstanz der Stadt stammt überwiegend aus dem 18. und 19. Jh. Allerdings liegt das typische Fachwerk inzwischen oft unter schützendem Putz verborgen. Seit 2011 trägt Mirande das begehrte Cittaslow-Label der "Internationalen Vereinigung der lebenswerten Städte" – als eine von rund 200 Städten weltweit. Nachhaltigkeit, Gastfreundschaft und Förderung regionaltypischer Produkte sind nur einige der Kriterien für diese Zertifizierung. Neben Korntal-Münchingen und Tubize ist Mirande auch mit San Mauro Torinese (Italien) und La Eliana (Spanien) verschwistert.

Entdeckenswertes

  • ... in Mirande: Astarac-Platz mit Arkaden, Konzert­pavillon und Uhrenturm (14. Jh.), Marienkirche (15. Jh.), Bastidenstruktur, Stadtmauer, Markthalle (1886), Erlebnisbad Ludina, Kunstmuseum Musée des Beaux Arts, Mediathek, Country-Festival, Campingplatz mit See
  • … und um Mirande herum: Montesquiou, ein romantisches Dörfchen am Jakobsweg (9 km), See in Miélan (13 km), Kathedrale in Auch (25 km), Jazz-Festival JIM in Marciac (28 km), Schloss Castelmore in Lupiac, Geburtsort von D'Artagnan (40 km)

Grußwort von Michel Januth, Bürgermeister von Tubize

Das Glück zu haben, das 200-jährige Bestehen Korntals mitfeiern zu dürfen, ist für alle Bürgerinnen und Bürger von Tubize etwas ganz Besonderes. Im Jahr 1964 haben drei europäische Städte beschlossen, ihr Schicksal  zu vereinen: Mirande in Frankreich, Tubize in Belgien und eben auch Korntal. Ein gemeinsames Projekt verbindet diese Drei, die Entstehung Europas, wie wir es heute kennen. Die damals Beteiligten waren sich der Wichtigkeit dieser Städtepartnerschaft und ihrer hohen Symbolkraft bewusst. Unseren Bürgerinnen und Bürgern und auch kommenden Generationen vermag sie noch heute zu vermitteln, stets im Sinne eines blühenden Europas zu handeln, ein Europa, in dem Frieden, Verständnis und Solidarität herrschen.

Dank unserer vielfältigen Austausche, den vielen Besuchen, den freundschaftlichen Treffen – sei es im kulturellen, sportlichen oder wirtschaftlichen Bereich – konnten wir im Laufe der Jahre die Entwicklung Ihrer Stadt erleben. Ihre Veränderung und  ihr Wachstum, hin zu einer modernen, zukunftsorientierten Stadt, die doch gleichzeitig ihren authentischen Charakter bewahrt – eben das macht ihren Charme aus.

Tubize

Das französischsprachige Tubize ist die zurzeit am schnellsten wachsende Stadt Belgiens. In den vier Stadtteilen Tubize, Clabecq, Saintes und Oisquercq leben zurzeit etwa 25.000 Menschen. Einst war Tubize ein wichtiger Industriestandort. Bis 1953 wurden hier Mallet-Dampfloks gebaut und in alle Welt verkauft. Auch die Kunstseidenproduktion der Firma Fabelta spielte bis in die 1990er-Jahre eine wichtige Rolle. Noch größere Bedeutung für die Stadt hatte die über Jahrzehnte hinweg florierende Stahl­industrie mit bis zu 6000 Arbeitsplätzen in den Forges de Clabecq. 2001 endete diese Ära und sorgte für eine Neuausrichtung der Stadt. Von der früheren Industriestadt geblieben sind Reste der stillgelegten Stahlwerksanlagen und die typischen Reihenhaus­siedlungen in Klinker­architektur. Am frühe­ren Standort der Eisenhütte entsteht derzeit ein neues Wohngebiet. Tubize hat drei Partnerstädte – Korntal-Münchingen, Mirande und das italienische Scandiano – und bekam 1978 den Europapreis, die höchste Auszeichnung für Leistungen zur Förderung des europäischen Einigungs­gedankens.

Entdeckenswertes

  • … in Tubize: Rathaus und Maskottchen Betchard, imposante Kirchen, historische Wassermühlen, Teiche und Parks, der höchste Wasserfall Belgiens: Cascade de Cœurcq, Klinkerbauten, Archäologisches Musée de la Porte, Veranstaltungen und Ausstellungen im Centre culturel de Tubize
  • … und um Tubize herum: Brüssel (25 km); Waterloo (13 km), Abteikirche von Nivelles (16 km); Schiffshebewerke in Ronquières (9 km) und Strépy-Thieu (20 km)

200 Jahre Korntal mit französischer Entenbrust und belgischem Bier

"Wir bringen Euch die Sonne mit", verkündete die Delegation aus Mirande vor ihrer Anreise nach Korntal-Münchingen. Und tatsächlich: Als am Samstagmorgen, dem 23. Februar 2019, die französische und belgische Delegation am Saalplatz eintrafen, wehte die europäische Flagge unter strahlend blauen Himmel. Um die Veranstaltungen im Laufe diesen Jahres gemeinsam zu planen, fand an diesem Morgen die Städtepartnerschafts-Arbeitssitzung im großen Sitzungsaal statt. Bürgermeister Pierre Beaudran aus Mirande wurde begleitet von seine Frau Liliane und Gisèle Beuste, der Leiterin des "Office de Tourisme" der Stadt. Auch die Vertreter von Tubize kamen zu dritt: Bürgermeister Michel Januth kam mit Pascale Quevauvillers und Gérad  Delbauve, beide Mitglieder des dortigen Partnerschaftskomitee. In abwechselnder Reihenfolge trug jede Stadt ihre Einladungen zur Teilnahme der europäischen Partner von Verantaltungen, Austauschprogrammen, Sport- und Kunstprojekten vor. 

"Wir würden uns sehr freuen, wenn wir unsere Freunde aus Tubize und Mirande bei unserer Jubiläumsfeier vom 5. bis 7. Juli begrüßen können", betonte Dr. Joachim Wolf. Und tatsächlich: Die Zusage kam prompt, was bedeutet: Am Festwochende werden die Mitglieder der Städtepartner mit ihren Spezialiäten die Korntal-Münchinger wieder verwöhnen. Am Europatag, der am 5. Mai in Korntal-Münchingen stattfindet, wird gleich eine ganze Fußballmannschaft aus Mirande teilnehmen. Denn die Spieler aus dem Land des Fußballweltmeisters treten am Vortag gegen die Seniorenmannschaft des TSV Münchingen an. 

Außer zu den Europatagen in Mirande und Tubize hatten die beiden Städtevertreter auch andere Vorschläge und Veranstaltungen im Gepäck: Wie zum Beispiel das Country Music Festival in Mirande vom 12.-14. Juli 2019 oder das Bilden einer Städtepartnerschaftsmannschaft für die Tubi-Games in Tubize am 24. August 2019. "Wieder haben wir eine Vielfalt an Veranstaltungen vor uns, die wir mit unseren französischen und belgischen Freunden miterleben und gestalten", freut sich Bürgermeister Dr. Joachim Wolf. Den Anlass nutzte er auch um dem langjährig ehrenamtlich engagierten Mitglied des Partnerschaftskomitees, Ingrid Krauß, mit einem Blumenstrauß für ihren Einsatz für die Städtepartnerschaft zu danken. 
 

Vive l'Europe!

Drei Städte - drei Feste zu Ehren von Europa

Europatag in Tubize am Samstag, den 27. April 2019

Claude Cousteau (Mirande), Michel Januth (Bürgermeister Tubize) und Martin Schmid (Korntal-Münchingen) beim Europatag im Rathaus in Tubize "Die bevorstehende Europawahl war überall präsent." Zurück aus der Partnerstadt Tubize berichetet Martin Schmid, Mitglied des Partnerschaftskomitees Korntal-Münchingen von der belgischen Europafeier am 27. April 2019. Gemeinsam mit seiner Frau Birgit Schmid sowie Ingrid und Wolfgang Messner vertraten sie die Delegation aus Deutschland im Rathaus Tubize. "Beeindruckend war wieder die Herzlichkeit, mit der wir von den Freunden in Tubize empfangen wurden", sagt Wolfgang Messner rückblickend. Nach dem Stehempfang hielt Bürgermeister Michel Januth eine Ansprache, bei der er einen Bogen schlug zwischen Europa und der 55jährigen Ring-Städtepartnerschaft Mirande-Tubize-Korntal-Münchingen. Europatag mit Besuch bei der belgischen Nationalmannschaft Danach führte Bürgermeister Michel Januth persönlich seine Gäste durch das Trainingszentrum der belgischen Fußballnationalmannschaft. Wie Fitness in Deutschland trainiert wird, führte Wolfgang Messner mit seiner Übungseinlage aus dem Fitnessstudio der Fußballteams vor.

Europatag in Mirande, Mittwoch, 8. Mai 2019

Nicht ganz so sportlich, aber genauso herzlich und feierlich verlief der Europatag in Mirande am 8. Mai 2019. Im Gedenken an das Kriegsende vom 8. Mai 1945 fand vor der Europafeier eine offizielle Kranzniederlegung am Mahnmal in der Ortsmitte von Mirande statt. Kranzniederlegung in Mirande in Erinnerung an das Kriegsende 8. Mai 1945 Bei der anschließenden Europafeier wurden die kleinen und große Schüler von Mirande mit Preisen verwöhnt.  Bürgermeister Dr. Joachim Wolf hob in seiner auf französisch vorgetragenen Rede die Bedeutung des Ehrenamts für die Verbindung zu den Städtepartnern hervor: "Die Säulen, die die Brücke zu Mirande, Korntal-Münchingen und Tubize tragen, sind die Menschen, die sich in der Städtepartnerschaft engagieren und die Freundschaften knüpfen und pflegen."

 
Europafeier in Korntal-Münchingen, 5. Mai 2019

Gemeinsames Singen der Europahymne in der Realschule Korntal am 5. Mai  Mehr Eindrücke vom Europatag in Korntal-Münchingen finden Sie unter der Bildergalerie auf www.200JahreKorntal.de.