Jubiläum: Korntal Münchingen

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Jubiläum

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Warum feiern wir 2019?

200 Jahre Korntal mit Feiern, Ausstellungen, Theater und Musik

Unter den drei Leitthemen „Heimat - Identität – Brücken“ feierten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Korntal-Münchingen gemeinsam das 200. Geburtstagsfest des Stadtteils Korntal. Die ganze Stadt brachte sich mit ein: Ehrenamtliche, Vereine, Kirchen, Diakonie, Schulen und viele weitere Einrichtungen boten Veranstaltungen an und stellten ein abwechslungsreiches Programm zusammen, das über das ganze Jubiläumsjahr 2019 lief und noch immer läuft.

Schon beim Neujahrsempfang 2019, der Auftaktveranstaltung zu den Feierlichkeiten von 200 Jahre Korntal, gab es keine freien Stühle mehr in der Stadthalle Korntal - ein Zeichen dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger von Korntal-Münchingen nichts verpassen wollten von den Jubiläumsfesten in ihrer Stadt. Mit im Publikum war ein ganz besonderer Gast: Der „Zeitreisende“ Graf von Görlitz. Auf den Tag genau am 12. Januar 1819 hatte er gemeinsam mit den Freiherren von Münchingen an Gottlieb Wilhelm Hoffmann das „allodiale Rittergut Korntal“ für 113.700 Gulden verkauft, das dann zur neuen Heimat für die Evangelische Brüdergemeinde wurde. „Gestatten, Graf von Görlitz. Mir gehörte einmal dieses Fleckchen Erde, gemeinsam mit den Freiherren von Münchingen. Und mich interessiert doch sehr, was aus dieser wundersamen Kommune geworden ist?“, fragte der Zeitreisende verwundert.

Ja, es ist einiges geschehen in den 200 Jahren: Inzwischen ist Korntal gemeinsam mit Münchingen und Kallenberg zu einer Stadt zusammengewachsen „Drei tolle Stadtteile, eine feiert Jubiläum, die anderen beiden feiern mit. Alles Gute!“ Mit seinem Glückwunsch zum offiziellen Festakt von 200 Jahre Korntal startete EU-Kommissar Günther H. Oettinger das Festwochenende – den Höhepunkt der Feierlichkeiten - vom 5. – 7. Juli 2019 beim Korntaler Sommer rund um den Saalplatz. 15.000 aufgeblasene Luftballons, 25 Kunsthandwerkerstände, 240 Portionen gegrillte Entenbrust-Sandwiches, 20 Kilo Waffelteig: Der Korntaler Sommer mit dem Festwochenende von 200 Jahre Korntal ging in die Stadtgeschichte ein. „Ein Spektakel jagt das nächste“, freute sich Bürgermeister Dr. Joachim Wolf bei der Eröffnung des Stadtfestes am Samstag, dem 6. Juli 2019. 

Das Festwochenende war auch - neben Bewirtung und musikalischem Bühnenprogramm - von künstlerischen Highlights geprägt: Im Rathaus Korntal eröffnete die Leiterin des Heimatmuseums, Dr. Sabine Rathgeb, die Ausstellung „Korntal 1819-2019. Rückblicke & Einblicke“. Vom 6. Juli bis zum 17. November wurde dort die 200-jährige Geschichte des Stadtteils Korntal und seine Besonderheiten mit Bildern und historischen Dokumenten präsentiert – darunter auch ein besonderes Fundstück: Das Originaldokument des Privilegium vom 22. August 1819, der rechtlichen Grundlage für die Gemeindegründung Korntals.

Ebenfalls am Festsonntag, dem 7. Juli 2019, wurde das „Gesicht Korntal-Münchingens“ in der Galerie G 4/1 des Kunstvereins Korntal-Münchingen enthüllt. Viele hunderte Bürgerinnen und Bürger aus Korntal-Münchingen ließen sich im vergangen Jahr für das Kunstprojekt „DAS SIND WIR“ fotografieren. Aus den 617 Portraits machte der Künstler Wolf N. Helzle ein einziges. Wie kann man die Individualität des Einzelnen darstellen in der Gemeinschaft? „Ich bin selbst gespannt, wie es aussieht“, gab Bürgermeister Dr. Joachim Wolf vor der verhüllten Leinwand zu. Nach der Lüftung des Geheimnisses war klar: Das Gesicht der Stadt ist jung und ein Korntal-Münchinger. Die Vorsitzende des Kunstvereins, Ulli Heyd, hob bei der Finissage von  „DAS SIND WIR"in der Galerie G 4/1 hervor: „Es war ein gelungenes, stadtteilübergreifendes, Kommunikation stiftendes Projekt, das alle Beteiligte begeisterte.“

Begeistert wurde auch der Theaterspaziergang des Theaters unter der Dauseck durch Korntals Innenstadt vom Publikum aufgenommen: Über 2000 Besucher spazierten bei der Aufführung „heimfinden - Korntal vor 200 Jahren“ mit dem Theaterensemble über den Saalplatz. Sechs Wochen lang brachten die 30 Schauspielerinnen und Schauspieler dem Publikum die 200-jährige Geschichte nahe - insgesamt kamen über 2000 Zuschauer. „Viele Besucher haben uns gesagt, dass sie die Hintergründe über die Gründung von Korntal noch nie so spannend vermittelt bekommen haben“, erzählt Bernd Schlegel, der 1. Vorsitzende des TuD.

Doch dieser Ort hat nicht nur eine spannende Geschichte hinter sich: Korntal-Münchingen wird auch in Zukunft ein attraktiver Lebensraum für die fast 20.000 Einwohner sein mit einer Vielfalt an Bildung, Kultur, Wirtschaftskraft und gesellschaftlichem Leben, die ihresgleichen sucht.    

(Text: Eva Tilgner)

Wie feiern wir?

Das Schöne an 200 Jahre Korntal ist, dass nicht nur im Rathaus das Jubiläum gefeiert wird. Die ganze Stadt bringt sich ein: Vereine, Kirchen, Diakonie, Schulen, Ehrenamtliche - alle sind gefragt worden, etwas anzubieten, und so ist es gelungen ein Programm zusammenzustellen, dass sich über das ganze Jahr erstreckt. Mit den Leitthemen Heimat - Identität - Brücken ist es gelungen, alle Bürgerinnen und Bürger anzusprechen, zum Mitmachen zu motivieren und sich von der Freude auf das 200-jährige Jubiläumsfest anstecken zu lassen.

Unsere Leitthemen: Heimat.Identität.Brücken

Heimat. Identität. Brücken Das sind die drei Leitthemen, die uns  durch das Jubiläumsjahr begleiten werden.

Warum? Weil sie charakteristisch sind,  nicht nur für den Stadtteil Korntal, sondern auch für die Gesamtstadt Korntal-Münchingen.

Heimat

Heimat ist der Ort, an dem wir Zuhause sind und uns zugehörig fühlen.

Zwischen Feldern, Wiesen und Wald eingebettet liegt Korntal-Münchingen. Mitten im Grünen und trotzdem keine halbe Autostunde von der Landeshauptstadt Stuttgart entfernt - ideal zum Leben, Wohnen und Arbeiten. Die drei Ortsteile Korntal, Münchingen und Kallenberg haben ihre eigene Geschichte und ein eigenes Gesicht. 1975 wuchsen sie durch die Gemeindereform zur Stadt zusammen. Korntal ist modern und städtisch und verdankt seinen Gründervätern, der evangelischen Brüdergemeinde, eine Vielzahl sozialer Einrichtungen und Schulen. Der Ort hat sich trotz harmonischer Ergänzung mit attraktiven Neubauten seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Münchingen kann auf eine lange Tradition als bedeutendes Bauerndorf zurückblicken und wird noch heute liebevoll als "Perle des Strohgäus" bezeichnet. Auch dieser Stadtteil ist eine beliebte Wohngemeinde mit eigener Lebensqualität. Ebenso wie Kallenberg, zieht auch Münchingen eine Vielzahl von Betrieben und Unternehmen an, die das gute Flächenangebot und die verkehrsgünstige Lage für sich nutzen und für Arbeitsplätze sorgen.

200 Jahre Korntal bedeutet, dass diese Stadt auf eine lange Geschichte zurückblicken kann - die bei vielen Bürgerinnen und Bürger noch nicht so bekannt ist. Unter dem Leitthema Heimat ist deshalb Interessantes und Historisches über die 200-jährige Vergangenheit zu finden.

Identität

Was macht diesen Ort unverwechselbar?

Seit seiner Gründung steht Korntal für einen Ort mit einem ausgeprägten Verhältnis zum christlichen Glauben. Nicht umsonst spricht man andernorts gerne auch vom „Heiligen Korntal“.

Aber auch die Bildung spielt hier eine zentrale Rolle und so trägt die Stadt Korntal-Münchingen noch heute den Titel „Schulstadt“ mit gutem Grund. 

Das Angebot unterschiedliche Träger für alle Altersgruppen ist überaus vielfältig, genießt einen guten Ruf auch über die Stadtgrenzen hinaus. Besonders bemerkenswert ist, dass viele der Institutionen und Kultureinrichtungen für Jung und Alt, die heute ganz selbstverständlich besucht werden, einst von engagierten Bürgerinnen und Bürger gegründet wurden.

Brücken

In Korntal wurden und werden viele Brücken geschlagen:

Die zwischen den kirchlichen und der weltlichen Gemeinde, die Brücke zu den Stadtteilen Münchingen und Kallenberg, zu den Partnerstädten und zu Freunden in der Nachbarschaft.

Die Besonderheit Korntals auf der einen Seite und die Kontakte und Verbundenheit mit der „Außenwelt“ auf der anderen Seite, gehören aber ebenso zur Identität Korntals, weshalb der Begriff „Brücken“ als drittes, vielleicht sogar wichtigstes Leitthema gewählt wurde.