Rückblicke: Korntal Münchingen

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Rückblicke

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Theater, Kunst, Musik und Fußball am Europatag

 

„Europa muss man lieben. Wenn man es nicht liebt, ist man nicht zur Liebe fähig. Ich liebe Europa.“ Mit einem Zitat von EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker eröffnete Bürgermeister Dr. Joachim Wolf am Sonntagvormittag, dem 5. Mai 2019, in der Realschule Korntal den Europatag. Mit seiner Begeisterung für Europa war er nicht alleine.                          

Eurovisionsmelodie von der Bläserklasse der Realschule Korntal

Viele Korntal-Münchinger waren gekommen, um gemeinsam mit den Delegationen der Städtepartner Mirande und Tubize den europäischen Zusammenhalt zu feiern. Das Publikum wurde mit der Eurovisionsmelodie von der Bläserklasse der Realschule Korntal auf das Thema des Vormittags schwungvoll eingestimmt. In seiner Ansprache griff Bürgermeister Dr. Joachim Wolf die drei Leitthemen des Jubiläums von 200 Jahre Korntal auf, um auch ihre grenzübergreifende Bedeutung zu betonen: „Heimat - Identität - Brücken stehen nicht nur für die Motive unserer Stadt, - sondern sie stehen auch für unser Engagement und für unsere Überzeugung für Europa und die Städtepartnerschaft mit Mirande und Tubize.“ Damit junge Menschen die Bedeutung von Europa als ihre gemeinsame Heimat erfahren, sei es wichtig, Brücken zwischen den europäischen Ländern zu schlagen und gleichzeitig die nationale Identität der einzelnen Mitgliedstaaten zu erhalten.

Theaterprojekt mit Mirande, Tubize und Korntal-Münchingen auf der Bühne

Wie leicht grenzübergreifende Sprachbarrieren zu überwinden sind, das bewiesen die sechste und achten Klasse in einer Aufführung. Sie spielten die Schülerdelegation aus den Partnerstädten – wobei sie anfangs etwas ratlos auf der Bühne standen:  „Je ne parle pas francais – aber bitte sing weiter.“ Die Mirander und die Tubizer Straße, die kennen die Korntal-Münchinger   - aber wo liegen bitte schön die Städte Tubize und Mirande?“ Nachdem diese Frage geklärt war, endete die Aufführung mit der entscheidenden Quizfrage an das Publikum „Was heißt Bonjour?“ – die mit viel Applaus beantwortet wurde.

Gerade an die jungen Leute appellierte die Vertreterin der Delegation Tubize, Christiane Sampoux, eine aktive, gestaltende Rolle in Europa zu spielen. Wie wichtig der Austausch im Rahmen der Städtepartnerschaft ist, darauf ging der Stadtrat aus Mirande, Franck Barbara, ein: „In diesen unruhigen Zeiten ist es gut, sich auf menschliche Beziehungen verlassen zu können.“ Das Schöne an diesem Europawochenende: Nicht nur alte Beziehungen wurden gepflegt, sondern neue Freundschaften geknüpft.

Bei dem Fußballspiel am Samstagmorgen im Netzbrunnenstadion spielten die Fußballsenioren des TSV Münchingen mit dem Team des Club de football vétéran de Mirande, ein Fußballderby. Bei strömenden Regen stand es nach 90 torreichen Minuten 8:2 für den TSV Münchingen. Für alle Spieler stand aber fest: „Die  Kameradschaft ist das Wichtigste.“

Fotokunst im Rathaus Korntal

Es wurde eng im Foyer, als am Montag die Ausstellung der fotokomuen zum Korntaler Jubiläum eröffnet wurde. Und das lag nicht nur daran, dass der neue Brand­schutz-Glaskasten einiges an Raum bean­spruchte – nein, es waren auch erfreulich viele Fotointeressierte zur abendlichen Vernissage gekommen.

Bürgermeister Dr. Joachim Wolf begrüßte als Hausherr die mehr als 50 Gäste und dankte der Fotorunde Korntal-Münchingen für ihre bereitwillige Unterstützung, wenn für städtische Publikationen ortstypisches Fotomaterial benötigt wurde – wie zuletzt für die neue Homepage oder die Festschrift zum Jubiläum.

Er beschrieb kurz die drei großen Rahmen­themen: Heimat, Identität und Brücken, die sich wie ein roter Faden durch das Jubiläums­jahr ziehen. Und auch wenn sich die Foto­ausstellung "Nicht nur Brücken verbinden …" eindeutig dem Brücken-Thema zuordnen ließe, so zeigten doch zahlreiche Aufnahmen eine weiter gefasste Interpretation, die eben auch Brücken im übertragenen Sinne ein­schließe und dadurch eine beachtliche Vielfalt an Motiven ermögliche.

Daran konnte die Leiterin der fotokomuen, Dr. Birgit Wauro, unmittelbar anknüpfen. Sie umriss in ihrer Einführung, wie vielfältig die Gruppe das Motto umgesetzt habe. Denn neben Brücken und Unter­führungen im klassischen Sinne zeige die Ausstellung auch zahlreiche Motive, bei denen sich das Stichwort "Brücke" nicht unbedingt aufdränge.

Sei es nun der verbindende Himmel über Korntal-Münchingen oder die Brücke vom Staat zum Bürger in Form der Rathäuser, seien es Sport, Religion oder Technik als übergreifende Elemente, die verschiedene Altersgruppen und Schichten verbinden, ja sogar Kontinente miteinander in Kontakt bringen – es biete sich ein ganzes Füllhorn an Deutungs­varianten, wenn man sich erst einmal von der konkreten steinernen Brücke gedanklich gelöst habe. Und die 12 beteiligten Mitglieder der Fotogruppe haben diese vielen Möglichkeiten virtuos genutzt.

Manfred Baur, Birgit Friedrich, Ilona Kitzberger, Bernd Kretschmer, Gabriele Luger, Karen Morlok, Ursula Plocher, Hartmut Schweizer, Roman Schwarz, Barbara Steinberg, Karl-Ludwig Wagenblast und Birgit Wauro zeigen mehr als fünfzig Motive aus den drei Ortsteilen. Sie nutzen dabei auch verschiedene Fototechniken wie Doppel­belichtungen, Zoomeffekte, Lichtmalereien und mehr.

Die Aufnahmen laden ein zum Entdecken: erst in Papierform im Rathaus und dann vielleicht in der Realität beim nächsten Spaziergang.

Noch sechs Wochen lang ist die Ausstellung zu den Rathausöffnungszeiten geöffnet: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie Mittwoch von 14 bis 18 Uhr. Sie endet am 20. Mai (Montag) mit einer Finissage ab 18:00 Uhr. Über zusätzliche Termine infor­miert die Gruppe im Amtsblatt und auf ihrer Website: www.fotokomuen.de.

Text: Birgit Wauro

Auftakt zur Klingenden Woche im Rahmen von 200 Jahre Korntal

Eine ganze Woche lang musikalische Veranstaltungen in allen Stadtteilen: Das ist die Klingende Woche der Musikschule Korntal-Münchingen, die vergangenes Wochenende bereits zum vierten Mal startete. Die Terminübersicht versprach sowohl neue Konzertideen als auch neue Spielstätten – was beides gleich auf die Auftaktveranstaltung am Freitagabend zutraf: Im Feuerwehrhaus Korntal gaben die Nachwuchsbands der Musikschule zum ersten Mal ein gemeinsames Konzert. Richtig los ging es dann aber mit dem allseits bekannten Zirkus Musikus am Samstag im Widdumhof.

Viele Kinder waren mit ihren Eltern gekommen, um dem Zirkusdirektor Peter Meincke dabei zuzuschauen, wie er und seine elfjährige Assistentin Marlene das Zirkusorchester zusammenstellten. Die Instrumente, die dabei nach und nach auf die Bühne kamen, konnten anschließend beim Tag der offenen Tür im alten Schulhaus nebenan gleich ausprobiert werden. CIA-Chor 4. Klingende Woche - 200 Jahre Korntal Am Abend war dann der CIA | Chor in Action zu erleben. Begleitet von seinem Leiter Michael Kuhn am Klavier und Kristina Bauer am Cajon präsentierten die rund zwanzig Sänger eine umfangreiche Auswahl an populärer Chormusik. Von Perlen der Jazzmusik, wie „Fly me to the moon“, bis hin zu rockigen Queen-Hits erlebten die Zuhörer ein spannendes Konzert. Mit dem Ensemblekonzert fand am späten Sonntagnachmittag das Auftaktwochenende einen krönenden Abschluss: Verschiedene Ensembles der Musikschule präsentierten ein buntes Programm, das von einem klassischen Streichtrio über mittelalterliche Tänze für Blockflöten bis hin zu zeitgenössischer Musik für Querflötenensemble alle nur erdenklichen Aspekte bediente. Ensemblekonzert Klingende Woche - 200 Jahre Korntal Bevor nächstes Wochenende in Korntal das Orchesterkonzert, die Jazz Night und das Konzert der Jugend-Musiziert-Preisträger stattfindet, wird auch Kallenberg bespielt: Am Donnerstag präsentieren erwachsene Schüler um 19 Uhr im Kallypso ihr Können.

Ein Zeitreisender besucht den Neujahrsempfang

„Es gibt keine Stühle mehr.“ Besser hätte der Mitarbeiter der Stadthalle den großen Andrang beim Neujahrsempfang am 12. Januar 2019 nicht beschreiben können. Über die mehr als 400 Besucher freute sich Bürgermeister Dr. Joachim Wolf bei seiner Ansprache. Die Vertreter des Gemeinderates, der Verwaltung, der Feuerwehr, der Kirchen- und Glaubensgemeinschaften, der politischen Parteien, der Vereine und Institutionen, der Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger von Korntal-Münchingen – sie alle begrüßte er mit einer Ankündigung: „Dieser Neujahrsempfang ist etwas Besonderes.“ Nicht nur weil statt der traditionellen Suppe, Maultaschen mit Kartoffelsalat angeboten werden. Die Veranstaltung sei vielmehr der Auftakt zu den Feierlichkeiten rund um das Jubiläum  „200 Jahre Korntal“, das unter den drei Leitthemen „Heimat-Identität-Brücken“ über den gesamten Jahresverlauf 2019 gefeiert werde.  Ein Anlass, zu dem auch sich auch die politische Prominenz es sich nehmen ließ der Stadt Korntal-Münchingen zu gratulieren: Der Wahlkreisabgeordnete im Deutschen Bundestag und Parlamentarische Staatssekretär Steffen Bilger, die Landtagsabgeordnete Konrad Epple und Dr. Markus Rösler, Thomas Bopp, der Vorsitzende Verband Region Stuttgart sowie weitere Vertreter der unterschiedlichen politischen Ebenen saßen erwartungsvoll im Publikum, als plötzlich ein seltsam gekleideter Herr auf der Bühne erschien.

Als Graf von Görlitz stellte er sich den Zuschauern vor. Auf den Tag genau, am 12. Januar 1819 habe er Graf von Görlitz gemeinsam mit den Freiherren von Münchingen  „das allodiale Rittergut Korntal“ an Gottlieb Wilhelm Hoffmann verkauft. „Wie hat sich das Angesicht unseres Landes in diesen verändert“, wunderte sich Graf Görlitz. Klar, dass so ein Zeitreisende jede Menge Fragen im Reisegepäck hat. Auf die ursprünglich vorbereitete Ansprache verzichtete Bürgermeister Dr. Joachim Wolf und rief Klaus Andersen, Vorsteher der evangelischen Brüdergemeinde, auf die Bühne um mit ihm gemeinsam den Grafen von Görlitz auf „aktuellen Stand“ zu bringen. In den 200 Jahren ist Korntal gemeinsam mit Münchingen und Kallenberg zu einer Stadt zusammengewachsen mit einer Vielfalt an Bildung, Kultur, Wirtschaftskraft und gesellschaftlichem Leben. Fast 20.000 Einwohner leben inzwischen auf dem ehemaligen „Landgut“ des Grafen. Im Vergleich zu damaligen Zeiten sei das Trinkwasser seit 1907 durch den Zusammenschluss mit den Nachbarkommunen gesichert. „Wir haben sogar so viel Wasser, dass wir darin baden können“, erklärte Bürgermeister Dr. Joachim Wolf seinem Gast, der aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kam.  Ob es denn noch Bewährtes aus „meiner Zeit“ gibt,  wollte er von Klaus Andersen wissen. „So wie damals ist der christliche Glaube in dieser Stadt nicht nur Theorie, sondern gestaltet das Leben und das motivierte Handeln“ beruhigte ihn der Vorsteher der Brüdergemeinde. Mit einer Einladung zu den Feierlichkeiten zum Jubiläum, insbesondere zum Jubiläum-Festwochenende von „200 Jahre Korntal“ am 5. bis 7. Juli, wurde Graf von Görlitz freundlich verabschiedet. 

Ein Zauberer verzaubert das Neujahrspublikum

Denn nachdem schon der Liederkranz Münchingen mit Liedern von Michael Jackson und Marius Müller-Westernhagen den Neujahrsempfang gestartet hatte, traten nun auch die Mitglieder des Chor Korntals auf die Bühne um das Publikum mit Liedern von Christof Eßwein zu unterhalten. Die Ansprache zur Verleihung des Kleinkunstpreises KOMÜKA übernahm anschließend Martin Schmid als Vertreter des Vereins: Der Siegerpokal, eine Urkunde und 300 Euro Preisgeld ging an den Daniel Stöffler Seit seinem achten Lebensjahre übt sich der 16-jährige  Zauberer aus Herrenberg in der Kunst der Magie. An diesem Abend hatte das junge Talent in seinem Zauberkoffer einiges dabei um die Zuschauer in den Bann zu ziehen und vor allem zum Lachen zu bringen: Den Zauberwürfel, die Kartensammlung, den verzauberten Geldschein. Immer wieder werde er gefragt: Verrate mal deinen Trick! „Das könnte ich -  will ich aber nicht“, stellte Daniel Stöffler bei seinem Auftritt klar. Bei ihrem gemeinsamen Finale verrieten die Sängerinnen und Sänger des Liederkranz Münchingen und des Chor Korntal, um welche Zahl sich 2019 alles dreht in ihrer Stadt: „Herzlichen Glückwunsch 200 Jahre Korntal“ gratulierten sie von der Bühne mit hochgehaltenen großen blau-gelben Buchstaben und Ziffern. Nach lautem Applaus des Publikums wurde das Maultaschen-Buffet und die Sektbar eröffnet. Einige der Besucher nutzten die Gelegenheit, sich die Sonderedition der 70-Cent-Jubiläumsbriefmarke „Korntal 1819 – 2019“, zu sichern. „Meine Enkel freuen sich schon auf den neuen Briefmarkenbogen für ihre Sammlung