Rückblicke: Korntal Münchingen

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Rückblicke

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Ein Zeitreisender besucht den Neujahrsempfang

„Es gibt keine Stühle mehr.“ Besser hätte der Mitarbeiter der Stadthalle den großen Andrang beim Neujahrsempfang am 12. Januar 2019 nicht beschreiben können. Über die mehr als 400 Besucher freute sich Bürgermeister Dr. Joachim Wolf bei seiner Ansprache. Die Vertreter des Gemeinderates, der Verwaltung, der Feuerwehr, der Kirchen- und Glaubensgemeinschaften, der politischen Parteien, der Vereine und Institutionen, der Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger von Korntal-Münchingen – sie alle begrüßte er mit einer Ankündigung: „Dieser Neujahrsempfang ist etwas Besonderes.“ Nicht nur weil statt der traditionellen Suppe, Maultaschen mit Kartoffelsalat angeboten werden. Die Veranstaltung sei vielmehr der Auftakt zu den Feierlichkeiten rund um das Jubiläum  „200 Jahre Korntal“, das unter den drei Leitthemen „Heimat-Identität-Brücken“ über den gesamten Jahresverlauf 2019 gefeiert werde.  Ein Anlass, zu dem auch sich auch die politische Prominenz es sich nehmen ließ der Stadt Korntal-Münchingen zu gratulieren: Der Wahlkreisabgeordnete im Deutschen Bundestag und Parlamentarische Staatssekretär Steffen Bilger, die Landtagsabgeordnete Konrad Epple und Dr. Markus Rösler, Thomas Bopp, der Vorsitzende Verband Region Stuttgart sowie weitere Vertreter der unterschiedlichen politischen Ebenen saßen erwartungsvoll im Publikum, als plötzlich ein seltsam gekleideter Herr auf der Bühne erschien.

Als Graf von Görlitz stellte er sich den Zuschauern vor. Auf den Tag genau, am 12. Januar 1819 habe er Graf von Görlitz gemeinsam mit den Freiherren von Münchingen  „das allodiale Rittergut Korntal“ an Gottlieb Wilhelm Hoffmann verkauft. „Wie hat sich das Angesicht unseres Landes in diesen verändert“, wunderte sich Graf Görlitz. Klar, dass so ein Zeitreisende jede Menge Fragen im Reisegepäck hat. Auf die ursprünglich vorbereitete Ansprache verzichtete Bürgermeister Dr. Joachim Wolf und rief Klaus Andersen, Vorsteher der evangelischen Brüdergemeinde, auf die Bühne um mit ihm gemeinsam den Grafen von Görlitz auf „aktuellen Stand“ zu bringen. In den 200 Jahren ist Korntal gemeinsam mit Münchingen und Kallenberg zu einer Stadt zusammengewachsen mit einer Vielfalt an Bildung, Kultur, Wirtschaftskraft und gesellschaftlichem Leben. Fast 20.000 Einwohner leben inzwischen auf dem ehemaligen „Landgut“ des Grafen. Im Vergleich zu damaligen Zeiten sei das Trinkwasser seit 1907 durch den Zusammenschluss mit den Nachbarkommunen gesichert. „Wir haben sogar so viel Wasser, dass wir darin baden können“, erklärte Bürgermeister Dr. Joachim Wolf seinem Gast, der aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kam.  Ob es denn noch Bewährtes aus „meiner Zeit“ gibt,  wollte er von Klaus Andersen wissen. „So wie damals ist der christliche Glaube in dieser Stadt nicht nur Theorie, sondern gestaltet das Leben und das motivierte Handeln“ beruhigte ihn der Vorsteher der Brüdergemeinde. Mit einer Einladung zu den Feierlichkeiten zum Jubiläum, insbesondere zum Jubiläum-Festwochenende von „200 Jahre Korntal“ am 5. bis 7. Juli, wurde Graf von Görlitz freundlich verabschiedet. 

Ein Zauberer verzaubert das Neujahrspublikum

Denn nachdem schon der Liederkranz Münchingen mit Liedern von Michael Jackson und Marius Müller-Westernhagen den Neujahrsempfang gestartet hatte, traten nun auch die Mitglieder des Chor Korntals auf die Bühne um das Publikum mit Liedern von Christof Eßwein zu unterhalten. Die Ansprache zur Verleihung des Kleinkunstpreises KOMÜKA übernahm anschließend Martin Schmid als Vertreter des Vereins: Der Siegerpokal, eine Urkunde und 300 Euro Preisgeld ging an den Daniel Stöffler Seit seinem achten Lebensjahre übt sich der 16-jährige  Zauberer aus Herrenberg in der Kunst der Magie. An diesem Abend hatte das junge Talent in seinem Zauberkoffer einiges dabei um die Zuschauer in den Bann zu ziehen und vor allem zum Lachen zu bringen: Den Zauberwürfel, die Kartensammlung, den verzauberten Geldschein. Immer wieder werde er gefragt: Verrate mal deinen Trick! „Das könnte ich -  will ich aber nicht“, stellte Daniel Stöffler bei seinem Auftritt klar. Bei ihrem gemeinsamen Finale verrieten die Sängerinnen und Sänger des Liederkranz Münchingen und des Chor Korntal, um welche Zahl sich 2019 alles dreht in ihrer Stadt: „Herzlichen Glückwunsch 200 Jahre Korntal“ gratulierten sie von der Bühne mit hochgehaltenen großen blau-gelben Buchstaben und Ziffern. Nach lautem Applaus des Publikums wurde das Maultaschen-Buffet und die Sektbar eröffnet. Einige der Besucher nutzten die Gelegenheit, sich die Sonderedition der 70-Cent-Jubiläumsbriefmarke „Korntal 1819 – 2019“, zu sichern. „Meine Enkel freuen sich schon auf den neuen Briefmarkenbogen für ihre Sammlung